Tickets

Come join us for EDCH 2017 between March 9 and 11, 2017, at Munich’s old Congress Hall. Fees include beverages during the conference as well as a lunch snack on Thursday. On Friday and Saturday morning, join us for INCH, EDCH’s little sister, with a focus on infographics in editorial design. 

If you would like to become a member of the Typographic Society Munich (tgm) click here – you will profit from reduced fees for a number of the events in addition to the ones mentioned below.

Don't hesitate to contact us for questions around the tickets for EDCH-conference here!

EDCH + INCH
Combined Ticket
 

3-Fullday Conference  EDCH + INCH:

Thursday March 9, 2017
8:30 am registration begins
from 9.30 am to 8.30 pm EDCH conference
followed by the opening of the John Grimwade exhibition in the foyer

Friday March 10, 2017
8:30 am registration begins
9.30 am to 1.30 pm INCH conference
2.30 pm to 9.00 pm EDCH conference
followed by award and celebration of the GOLDEN EDCH

Saturday März 11, 2017
9.30 am to 1.30 pm INCH conference
2.30 pm to 9.30 pm EDCH conference
followed by a Korean-German calligraphy and music performance
and, of course, the open-ended conference party in the Kongressbar

Ticket prizes:

  • 510 Euro for tgm-Members
  • 560 Euro for Cooperation Partners (AGD, BDG, cmf, ft)
  • 610 Euro for all other attandees

Special Rate

  • 140 Euro for students, apprentices and retirees (with identification card)

EDCH
Only
 

3-day Conference  EDCH:

Thursday March 9, 2017
8:30 am registration begins
from 9.30 am to 8.30 pm EDCH conference
followed by the opening of the John Grimwade exhibition in the foyer

Friday March 10, 2017
2.30 pm to 9.00 pm EDCH conference
followed by award and celebration of the GOLDEN EDCH

Saturday März 11, 2017

10.00 am to 2.00 pm EDCHopen (free entry)

2.30 pm to 9.30 pm EDCH conference
followed by a Korean-German calligraphy and music performance
and, of course, the open-ended conference party in the Kongressbar

 

Ticket prizes:

  • 360 Euro for tgm-Members
  • 390 Euro for Cooperation Partners (AGD, BDG, cmf, ft)
  • 420 Euro for all other attandees

Special Rate

  • 130 Euro for students, apprentices and retirees (with identification card)

INCH
Only
 

2-Halfday Conference INCH:

Thursday March 9, 2017
from 8.30 pm opening of the John Grimwade exhibition in the foyer

Friday March 10, 2017
8:30 am registration begins
9.30 am to 1.30 pm INCH conference
from 9.00 om award and celebration of the GOLDEN EDCH

Saturday März 11, 2017
9.30 am to 1.30 pm INCH conference
from 9.30 pm Korean-German calligraphy and music performance
and, of course, the open-ended conference party in the Kongressbar

Ticket prizes:

  • 190 Euro for tgm-Members
  • 210 Euro for Cooperation Partners (AGD, BDG, cmf, ft)
  • 230 Euro for all other attandees

Special Rate

  • 70 Euro for students, apprentices and retirees (with identification card)

WORKSHOPS

#1 Cover Thinking with Stefan Kiefer
Wednesday, March 8 2017 // 10am - 7pm // in German

  • 175 Euro (tgm) 
  • 200 Euro (AGD,BDG,cmf,ft) 
  • 225 Euro (Non-members)

SORRY, THIS WORKSHOP IS CANCELLED DUE TO ILLNESS!!

#2 Everything there is to know about images mit Bernd Esser, Daniela Gattinger and Martin Summ
Wednesday, March 8 2017 // 10am - 7pm // in German
@ Getty Images, Auenstraße 5, 80469 München

  • 175 Euro (tgm) 
  • 200 Euro (AGD,BDG,cmf,ft) 
  • 225 Euro (Non-members)

#3 How to make Infographics with Rob Orchard
Sunday, March 12 2017 // 11 am - 6 pm // in English
@ Halle27, Hirschgartenallee 27, 80639 München

  • 175 Euro (tgm) 
  • 200 Euro (AGD,BDG,cmf,ft) 
  • 225 Euro (Non-members)

#4 Calligraphy with Byung-in Kang and Chang Sik Kim
Saturday,  March 11 2017 // 9 am - 2 pm // in English
@ Halle27, Hirschgartenallee 27, 80639 München

  • 85 Euro (tgm) 
  • 95 Euro (AGD,BDG,cmf,ft) 
  • 105 Euro (Non-members)

#5 Special Workshop Infographic with John Grimwade (only in a bundle with INCH Only)
Thursday, March 9 2017 to Saturday, March 11 2017 // 3 pm - 7 pm // in English
@ Flachbau / Alte Kongresshalle

  • 405 Euro (tgm) 
  • 455 Euro (AGD,BDG,cmf,ft) 
  • 505 Euro (Non-members)

 

# Special Workshop Infographic with Fernando Baptista (only in a bundle with INCH Only)
Thursday, March 9 2017 to Saturday, March 11 2017 // 3 pm - 7 pm // in English
@ Flachbau / Alte Kongresshalle

  • 405 Euro (tgm) 
  • 455 Euro (AGD,BDG,cmf,ft) 
  • 505 Euro (Non-members)

Blog

Monday, 20.03.2017

Einen Preis gibt’s auf der EDCH Conference auch: Er wird wie schon in den Vorjahren während der QVED an einen besonderen Menschen verliehen, der sich in besonderer Weise um das Editorial Design verdient gemacht hat – und nicht unbedingt aus der Branche stammt.

In diesem Jahr ist das Thomas Meineke, Schriftsteller und Musiker. Laudator Jens-Christian Rabe vom Feuilleton der Süddeutschen Zeitung findet das nach anfänglicher Überraschung doch überaus passend. »Es gibt fantastische Tourplakate, das letzte Album-Cover war ganz wunderbar, und überhaupt, die Buchcover ...« - alles ist Editorial Design im engeren Sinne wie das kleine Magazin mit dem Titel »Mode und Verzweiflung«, das in kleiner Auflage eher in der Nische zuhause ist. Zwischen hellwacher Unverschämtheit und Kult des Authentischen sind viele von Meinekes Texten beste Popkultur, eingebettet in Prosa und Kolumnen.

Meineke konzipiert seine Schriftstellerei eher wie angewandte Kunst, arbeitet mit Ereignissen und...

Sunday, 19.03.2017

Als Designer und Grafiker kennt man ihn. Wer nicht zu diesen Berufsgruppen oder einer artverwandten Spezies gehört, aber David Bowies Musik kennt, kennt ihn auch: Jonathan Barnbrook, Bowies Lieblingsgrafikdesigner und Gestalter der letzten vier Alben des Musikers. Unter ihnen »The Next Day« und »Black Star«, die mit minimalistischer Gestaltung aus Typografie und Fotografie Akzente der Gestaltung setzen.

Dabei war der Beginn der Arbeit an »The Next Day« alles andere als einfach. Bowie schickte ein Bühnenfoto an Barnbrook. »Können wir daraus etwas machen?« Die ersten Versuche haben anscheinend weder den Musiker noch den Designer glücklich gemacht. »Design is annoying« bemerkt Barnbrook lakonisch. Und zeigt seine Gestaltungsversuche und -entwürfe, die noch erstaunlich bunt und opulent daherkommen. Das Publikum ist erheitert.

Umso mehr, als Barnbrook die Geschichte des öffentlichen Feedbacks auf seine Entwürfe erzählt, die er via Twitter zeigte und die prompt verrissen...

Sunday, 19.03.2017

Die Online-Plattform Pitchfork wird hochgelobt als die »vertrauenswürdigste Stimme der Musik«; ihr Art Director Noelle Roth gestaltet die vierteljährlich erscheinende gedruckte Publikation »The Pitchfork Review«, in der sich Illustration, Comics, fotografische Essays und Longread Stories zu einem spannenden, faszinierenden Magazin mischen. Es ist ein vibrierender, visuell explosiver Stil, der die Zeitschrift unverwechselbar wieder erkennbar macht.

Exzellente Recherche, unterhaltsame Texte, Witz und Ironie gehören zu den Elementen, mit denen Noelle Roth virtuos jongliert. Das ist buchstäblich Musik zum Lesen, unterwegs irgendwo zwischen Hardrock, Pop und Rock'n-Roll für die Augen, mit Soul und Jazz für die blätterfreudigen Finger, die durch das Magazin streifen, in den Longreads flanieren. Interaktiv und informativ ist die dazugehörige Website von Pitchfork, garniert mit Videos und Infografiken. Pitchfork, ob gedruckt oder online und digital, ist auf jeder Seite pralle...

Sunday, 19.03.2017

»Vinyl« ist ein Exemplar einer seltenen Gattung: Ein Bookazine, ein Zwischending zwischen Magazin und Buch der längeren Geschichten, das sich mit Musik beschäftigt und mit Tonträgern. Clever verpackte PR für ein Kultobjekt, das eine Zeitlang auszusterben schien – und jetzt wieder im Kommen ist. »Wie ist das eigentlich mit Schallplatten und Tonträgern in digitalen Zeiten?« fragt Guido Neuhaus, Editor von »Vinyl« aus der Edel Verlagsgruppe. Ein Anklang an Bernd Flessners Idee der »Renaissance des Realen« ist das allemal: Streamingdienste und Downloads verlieren Nutzer, die Popularität von Schallplatten steigt.

Ralph Fischer erzählt dazu eine interessante Anekdote: Bei Urban Outfitters traf er kürzlich zwei Schallplattenkäufer, die offen eingestanden, überhaupt keinen Plattenspieler zu besitzen. Ist die Schallplatte also ein Mittelding zwischen Status Symbol, Dekoration und »nice to have«? Im Zeitalter der Convenience von iPods, Spotify und Musik-Downloads sei das skurril,...

Sunday, 19.03.2017

Was macht die Macht der Bilder so unverzichtbar fürs Editorial Design? Sven Ehmann, unter anderem Creativ Director bei Maison Moderne in Luxemburg, hat auch dieses Jahr für die EDCH spannende Projekte ebenso spannender Fotografen ausgewählt. Sie arbeiten jenseits von Trends, erzählen faszinierende Geschichten, prägen mit ihrer Arbeit Titelseiten und komplette Magazine.

Zu ihnen gehört der italienische Fotograf Matteo de Mayda; er arbeitet für NGOs wie Greenpeace, WHO oder Emergency – und fotografiert Kampagnen für große Marken wie Diesel, Nike, Illy caffé oder Rai. Seine Bilder sind schlicht und dokumentarisch: Ob Straßenleben in China oder Flüchtlingscamps, de Mayda verzichtet auf ausufernde Bildbearbeitung ebenso wie auf fotografische Spielereien, bleibt klar, schnörkellos und sachlich. Zu seinen Auftraggebern gehören unter anderem The Guardian, Interview, Gestalten, National Geographic, Wired, Rolling Stone Magazine, Quartz, Pagina99, Domus, Corriere della Sera, La...

Sunday, 19.03.2017

Andine Müller beschäftigt sich mit Mustern von Publikationen, mit ihren nicht nur visuellen Strukturen. Ihr Projekt »Filter« ist genau genommen tatsächlich ein Filter: Einer, der sortiert nach Erscheinungsbild, nach Gestaltung, visuellen Strukturen, wiederkehrenden und -erkennbaren Elementen. »Filter« ist auch ein Forschungsprojekt, das über die Ergebnisse aus der Sortierung Strukturen mediale Bezüge und Kontext offensichtlich macht, die für Qualität von Medien verantwortlich sind.

Interessant wird das, wenn Andine Müller mosaikartige Zusammenstellungen von Titelseiten präsentiert. Sie sind erstaunlich charakteristisch in ihrer Farbigkeit, wirken von ferne betrachtet wie Informationsgrafiken in – je nach Medium – knalligen oder dezenten Farbtönen, sind wiedererkennbar und unverwechselbar. Ihr Kontext beeinflusst Botschaft und Inhalt der Publikation, verändert die Aussage von Text-Bild-Kombinationen. Bilder werden vereinnahmt, indem sie eingefärbt und zusammengefügt werden,...

Saturday, 18.03.2017

Sabine Resch
Lutz Widmaier
Carolin Schuhler
Carola Niemann
Laura Riepl
Anna Ziegelbauer

Das Magazin MO:DE ist Brücke und Verbindung zwischen den zwei Säulen Journalismus und Fashion des Studiums an der Müncher AMD. Während ihres Studiums konzipieren und gestalten die Studenten von Sabine Resch, Leiterin des Studiengangs Modejournalismus/Medienkommunikation die komplette Ausgabe der Zeitschrift - von Fotostrecken über Texte bis zum Titel. Mittlerweile zum achten Mal erschienen, spielt MO:DE erfrischend unkonventionell mit Darstellungsformen und bewussten Stilbrüchen in Gestaltung und Themen, die in jedem Heft einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt haben. Das Magazin ist zugleich Experiment und Spielwiese zum Ausprobieren kreativer Ideen, aber auch Bootcamp und Biotop für exzellente Umsetzung dieser Ideen.

Ausgabe Nr. 8 ist gemeinsam mit einem starken Partner entstanden: Unterstützt durch die Süddeutsche Zeitung, erschien »MO:DE8 –  Wahre...

Saturday, 18.03.2017

Thanks to all participants and speakers for this inspiring INCH Conference 2017!
Thanks also to our sponsors and friends!

Stay tuned for the last part of EDCH Conference at ALTE KONGRESSHALLE Munich.

Saturday, 18.03.2017

Über 40 renommierte Magazine, zahlreiche Bücher, Auftraggeber aus der Wirtschaft gehören zu seinen Kunden. John Grimwade gehört zu den profiliertesten und bekanntesten Informationsgrafikern der Branche und ist gleich zweifach auf der INCH präsent. Eine Ausstellung im Foyer der Alten Kongresshalle bietet einen so spannenden wie fundierten Überblick über zahlreiche seiner exzellenten Arbeiten, präsentiert neben deren Entwürfen und Reinzeichnungen auch die dazugehörigen Magazine. Nicht ohne auf einen subtilen Verweis auf die jahrelange Tätigkeit: In einer der Vitrinen liegt die Airbrush-Pistole des Designers, ein augenzwinkerndes Detail, das an analoge Wurzeln digitaler Weiterentwicklung erinnert.

»Infographics for the People«, das ist John Grimwades Überzeugung. In seinen Arbeiten ist er einerseits hochpolitisch; dann, wenn er die Statistik getöteter US-Amerikaner präsentiert und auf deren haarsträubende Aussage verweist, dass die meisten Menschen durch waffenvernarrte US-...

Friday, 17.03.2017

Infodesignerin, Forscherin und Datenvisualisiererin: Das ist Fabienne Kilchör aus der Schweiz, die über ihre spannende Arbeit zwischen Archäologie und Erforschung visueller Zeichensysteme berichtet. Beiden gemeinsam: die Arbeit mit Infografiken – in der Kartierung archäologischer Funde ebenso wie in der Verwendung aktueller und Entschlüsselung historischer Piktogramme. Fabienne Kilchörs Ziel: Die Entwicklung und Etablierung einer einheitlichen Bildsprache, die in entsprechender Schriftgröße sowohl in Text, Karten als auch Abbildungen lesbar ist. Ein kommunikativer Brückenschlag der besonderen Art zwischen Wissenschaft und Gestaltung mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner: Das Piktogramm als größtmögliche Reduktion von Komplexität in Abstraktion.

Archäologische Fundstücke werden von der Infodesignerin in eine subtile Zeichen-Sprache alias Piktogramme umgewandelt. Sie sind wiedererkennbar in der Form, einfach zu interpretieren und anzuwenden, denn sie wurden via Unicode in...

Friday, 17.03.2017

»Daten, Sterne, Astronomie, durchs Fernrohr gucken, das ist etwas, was wunderbar zusammengeht mit Informationsdesign« sagt Kurator Michael Stoll über Nadieh Bremer, die Astronomie studierte und als Datenwissenschaftlerin arbeitet. »Visuelle Normen hacken«, neue Wege der Visualisierung finden, die aus der Kombination existierender Charts und Grafiken entstehen, das beschreibt ihre Arbeit. Ihr Ansatz des Kombinierens, Wiederverwendens, des Gestaltens und Grenzensprengens ist für Nadieh Bremer Ausgangspunkt zur Entwicklung neuer Standards der Datenvisualisierung.

Ihre Visualisierungen von Kreditkartentransaktionen zeigen ein spannendes Geflecht finanzieller Beziehungen. Aus inneren Linien, unterschiedlichen Kreisen und äußeren Rahmen wird reduzierte Ästhetik. Was zunächst in der Darstellung unübersichtlich und verwirrend aussieht, wird in Nadieh Bremers Dekontruktion einer herkömmlichen Visualierung zu etwas Neuem, Überraschenden. Die entschlüsselten Daten entwickeln...

Thursday, 16.03.2017

Vor längerer Zeit stellte die New York Times fest, dass interaktive Infografiken  auf überraschend wenig Interesse stoßen. Nur 10 – 15% der Nutzer klickten auf Schaltflächen und animierte Bereiche, beschäftigten sich also kaum mit deren Informationspotenzial. Sind interaktive Infografiken also Zeitverschwendung, sind sie eher zweckfreie Spielerei, gar eine aussterbende Spezies? Das eher pessimistische Fazit der New York Times könnte diese Aussage bestätigen.  Dominik Baur widerspricht mit seiner Arbeit. Er beschäftigt sich vor allem mit dem Blick unter die Motorhaube der Datenvisualisierung. Seit mittlerweile zehn Jahren forscht Baur über das Potenzial von Interaktivität.

Informationssysteme, die quasi wie Massenmedien funktionieren, bieten in ihrer Funktion überraschend viele Ansätze der sehr persönlichen Interaktion mit dem Nutzer. Was den Blick des Betrachters lenkt, beeinflusst allerdings auch die Wahrnehmung von Information und verengt diesen Blick. Als Developer setzt...

Wednesday, 15.03.2017

Als Architekt und Designer beschäftigt sich Marco Ferrari mit einer ungewöhnlichen Kombination: dem Zusammenhang zwischen Kartographie und Politik, die geschichtliche und soziologische Zusammenhänge sichtbar macht. Was auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam hat, birgt ein überraschendes Potenzial. Von der Datenvisualisierung über die Entwicklung von Raumkonzepten, Ausstellungen, Publikationen und Plattformen zieht sich diese interessante Verbindung wie ein roter Faden durch Ferraris gestalterische Arbeit.

Informationsdesign begann für Marco Ferrari mit Architektur, deren klare Strukturen, Raumaufrisse und Konstruktionszeichnungen sich in seinen Infografiken wiederfinden lassen. Visualisierung ist Information ist Visualisierung: gerenderte Screenshots aus Google Maps finden ihren Weg auf das Cover des domus Magazins. Passend zur Schwerpunktthema der Ausgabe werden Landkarten zu Abstraktion und Porträt des modernen China. Eine Gitarre wird zerlegt in Aufrisszeichnungen,...

Monday, 13.03.2017

Die Beschäftigung mit medialer Zukunft ist spannend, anspruchsvoll – und ähnelt mitunter einer kriminalistischen Spurensuche, archäologischen Ausgrabungen und einem Puzzle aus Visionen, Trends und Ideen. Bernd Flessner räumt auf: Mit Missverständnissen, die aus unwissenschaftlicher Arbeit entstehen und Klischees, die so mancher »Zukunftsforscher« präsentiert. »Zukunft lässt sich nicht erforschen«, bemerkt Flessner trocken. »Wir können nicht damit umgehen, bevor sie geschieht. Und dummerweise irren sich meist die Experten.«

Deswegen denken Wissenschaftler wie Bernd Flessner über Szenarien nach, die bereits entworfen wurden. Solche Szenarien helfen: gegen den future shock und gegen eine Welt, die uns ängstigt und überfordert, mitunter schon zu Lebzeiten fremd wird, weil die Geschwindigkeit ihrer Veränderung die Fähigkeit des Umgangs mit dem Wandel übersteigt. Mit norddeutsch-friesischer Ironie plaudert Flessner über Revolutionen zwischen Internet of Things, Konnektivität und...

Monday, 13.03.2017

»The Gentlewoman« ist eine Ikone des Independent Magazine Publishings; die Macherinnen Veronica Ditting und Penny Martin sind 2017 endlich zu Gast auf der EDCH.  Gemeinsam stehen sie Steven Watson im Interview Rede und Antwort über ein Magazin, das von einem sehr kleinen Team produziert wird und erzählen, wie sie gemeinsam ihre spannenden Ideen für »The Gentlewoman« umsetzen.

Mittlerweile ist die fünfzehnte Ausgabe des erfolgreichen Magazins erschienen, das sich mit Frauen in allen Lebenswelten und Realitäten beschäftigt. Modefotografie, Porträts, Interviews sind ein Plädoyer für weibliche Stärke, für andere Sichtweisen, sind eine optimistische Annäherung an erfolgreiche Frauen und ihre Lebensmodelle. »The Gentlewoman« setzt dabei gleichzeitig einen intelligenten Kontrapunkt zu meisten »klassischen« Frauenmagazine. Keine glattgebürsteten, digital  aufgehübschten Porträts, stattdessen Entdeckungsreisen in intensive Gesichter und Persönlichkeiten wie Sofia Coppola, die das...

Monday, 13.03.2017

MAGMA Brand Design. Volcano Type. Melville Brand Design. Slanted. Der kreative Kopf hinter diesen bekannten Namen ist Lars Harmsen, Creativ Director und spezialisiert auf Corporate und Editorial Design. Mit seinem Projekt »Slanted : Foto Stories« zeigt er, wie anspruchsvolle Fotografie ausgerechnet in einer Typografie-Publikation zum Katalysator für Editorial Design wird.

Auf seinen Reisen taucht Harmsen in eine bunte kulturelle Erlebniswelt ein; diese wilde Mischung ist seine Passion. Intensive Begegnungen mit Künstlern und Designern, Zufallsfunde bei Spaziergängen und Besuche bei ungewöhnlichen Handwerkern liefern ihm reichhaltiges Material für Interviews und Fotos, die online publiziert werden. Die Sammlung ist mittlerweile auf über 100 Geschichten angewachsen. Lars Harmsen, der über sich selbst sagt, dass er verstehen, diskutieren und mitreden möchte, reicht mit diesen Interview die Leidenschaft für Entdeckungen an seine Leser weiter.

So wie in der Produktion...

Monday, 13.03.2017

Rough Trade gehört zu den beliebtesten Institutionen der Musikbranche in Großbritannien. Art Direktorin Liv Siddal, die von ihrem Rough Trade Record Store aus arbeitet, gibt das monatlich erscheinende Magazin heraus und kuratiert parallel Podcasts und Radioshows.

Weltweit vertrieben und in allen Rough Trade Music Stores erhältlich, ist  das 64 Seiten starke Magazin nicht unbedingt ein reines Musikmagazin. Die Mitarbeiter von Rough Trade schreiben und fotografieren Geschichten, Features und Interviews mit Größen der Musikszene ebenso wie mit unbekannteren Musikern. Der rote Faden ist der eher persönliche, ein wenig ungeschliffen-rauhe Ton des Magazins, ein heiterer, freundlicherer Blick auf eine kreative Branche, die im Gegensatz zu den meisten »professionellen«, großen Magazinen steht.

Und mehr noch: Rough Trade räumt vielen vorgestellten Musikern und Bands bemerkenswerte Freiräume ein. Sich selbst so zu präsentieren, wie Bands sich das wünschen? Das ist bei fast...

Sunday, 12.03.2017

212 - THE FIRST INTERNATIONAL BIANNUAL ARTS AND CULTURE MAGAZINE COMING OUT OF ISTANBUL

Heval Okçuoğlu ist Editor von »212«, dem ersten internationalen, zweisprachigen Magazin, das in der Türkei erscheint und auf insgesamt vier Kontinenten vertrieben wird. »Istanbul ist nicht wirklich Osten, ist nicht wirklich Westen, sondern eine verrückte, manchmal schizophrene Stadt, reich an Geschichte und kulturellen Einflüssen aller Art«, so beschreibt sie 212, das diese Mischung repräsentiert. In Stories wie »Stranger than Fiction«, Features und Reportagen setzt sich 212 mit aktuellen politischen Entwicklungen auseinander, liefert Einblicke in kulturelle Unterschiede.

Das Magazin erscheint sowohl in türkischer Sprache als auch in einer englischsprachigen Version für den internationalen Markt. Heval Okçuoğlu setzt auf klassische Gestaltung ihres Magazins: Großformatige, teils doppelseitige Fotografien, eine minimalistische, zeitlose Typografie bilden den gestalterischen Rahmen...

Saturday, 11.03.2017

Die traurige Nachricht zuerst: Fontblog gibt’s nicht mehr – nur noch als Archiv. Sein Macher Jürgen Siebert, Journalist, Chef von Monotype, Macher von Fontblog und Typotalks, ist unterwegs zu neuen Projekten, Ideen und Themen. Mit Blick auf aktuelle politische Entwicklungen, auf Gewaltenteilung, die Begrifflichkeit der vierten Gewalt fand Siebert für sich einen veränderten, neuen Zugang zum Editorial Design. Und zeigt sein Publikum zwei Videos überaus konträrer Pressekonferenzen: Obama versus Trump, »alternative facts«, »fake news« und »Lügenpresse«.

Es geht ihm um Glaubwürdigkeit, um das Hinterfragen des eigenen Tuns, um Authentizität und Wahrheit. Das hat viel mit Gestaltung zu tun, vor allem mit Typografie. »Make News Great Again by Design«, mit diesem griffigen Satz startet Jürgen Siebert eine kritische Reflektion, ob es auch ehrliche Schriften gibt. In der Gegenüberstellung unterschiedlicher Schriften wird deren individueller Charakter sichtbar, der wiederum beeinflusst...

Saturday, 11.03.2017

»Slow Journalism« ist ein spannender Trend, der im direkten Gegensatz zur Schnelligkeit der Medienbranche steht. Was oft fehlerbehaftet daher kommt und mitunter in die Verantwortung genommen wird für den Begriff »Lügenpresse«, dem setzt Rob Orchard mit seinem Magazin »Delayed Gratification« ein intelligentes Konzept entgegen. Gegründet hat Orchard das Projekt, um dem griffigen Slogan »Print is dead« zu widersprechen und zu zeigen, dass digital nicht die allein selig machende Form des Publizierens ist.

In Zeiten des Niedergangs traditioneller Nachrichtenmedien besinnt sich der Designer auf die ursprünglichen Tugenden eines totgesagten Mediums zurück. Statt schnelllebiger News, die oft genug oberflächlich bleiben, setzt Rob Orchard auf lange Lesestücke. Geht mit Erklärungen in die Tiefe, erzählt Geschichten, die fundiert recherchiert sind und so eben »slow«, langfristig beobachtet sind. »Zeitungen haben zuviel Platz, um ihn zu füllen« klingt zunächst nach steiler These,...

Saturday, 11.03.2017

Zwischenruf vom Spielfeldrand: Die EDCH ist erfolgreich. Ohne zwei Organisationen, die entscheidend helfen, ginge das nicht. Als Teil der MCBW und unterstützt von bayern design bietet die EDCH drei Tage pralles Programm. Und es gibt weitere, wichtige Partner der EDCH: Zu ihnen gehören die Druckerei Gotteswinter | Aumaier, Monotype, aus deren Haus einige der präsentierten Magazine wie CUT stammen und Getty Images, die als Sponsoren die Konferenz nicht nur finanziell unterstützen, sondern auch mit eigenen Ständen im Foyer präsent sind.

»Wir dachten, wir bringen zwei Stefans auf die Bühne – Stefan Kiefer und Stefan Aust.« Manchmal macht einem aktuelles Geschehen allerdings einen dicken Strich durch die Rechnung: Ausgerechnet zum zweiten Tag der EDCH ist Stefan Aust, der als Speaker eingeplant war, in Berlin stecken geblieben. Tegel, Flughafen, streikendes Bodenpersonal, knapper Terminplan. Und Stefan Kiefer fällt erkältet aus. Nichts geht mehr, kurzfristig schon gar nicht....

Saturday, 11.03.2017

Im Mailänder Density Lab erstellt Paulo Ciuccarelli gemeinsam mit seinen Studenten weltweit bekannte Datenvisualisierungen. Mehr noch, er programmiert auch Werkzeuge wie RAWGraphs, ein Online-Tool, das mit Excel zusammenarbeitet und dem Nutzer individuelle Datenvisualisierungen ermöglicht. Visualisierung ist für Ciuccarelli eine Form von Sprache, die den Geschichten hinter der Geschichte auf der Spur ist. Sie bilden gleichsam eine Kartographie sozialer Konstrukte hinter öffentlichen Narrativen.

Der verzerrende Blick Unkundiger ist ein grundlegendes Problem des Umgangs mit Daten: »Wir sehen Suchergebnisse aus Google – aber wir sehen Medien, Menschen und Gesellschaft, aber nicht Google.« erläutert Ciuccarelli. Trends und Algorithmen beeinflussen die Struktur von Daten, verfälschen unter Umständen ihre Bestandteile und erschweren die korrekte Interpretation. Ein Eigenleben, das auch dann entsteht, wenn immer mehr Nicht-Experten mit der komplexen Materie des Datamining und...

Saturday, 11.03.2017

Leidenschaft für Daten und deren Visualisierung, ein Herz für die Poesie der Daten – das ist Lisa Charlotte Rost, Editorial Designer aus Berlin, die für SPIEGEL, Bloomberg Businessweek, ZEIT Online, Tagesspiegel und zahlreiche andere renommierte Publikationen arbeitet. Wenn sie nicht gerade in Datensphären unterwegs ist, lehrt sie an Universitäten oder schreibt für ihr Blog so lesenswerte wie pointiert kluge Beiträge über Tools, Datenpoesie und eigene Projekte.

Darüber hinaus beschäftigt sie sich auch mit der Meta-Ebene der Datenvisualisierung und den zahlreichen Fragen, die ihre intensive Auseinandersetzung mit der Thematik aufwirft. Über die Wichtigkeit eines Warum und konkreten Zielen der Datenvisualisierung beispielsweise. Wem nutzen die in Bilder transkribierten Informationen? Wofür sollen sie Belege liefern, welche Fakten sollen sie transportieren? Das Warum des eigenen Tuns beeinflusst auch den Blickwinkel auf die formalen und gestalterischen Aspekte des...

Saturday, 11.03.2017

Joana Kelén ist Infografikerin aus Leidenschaft und Überzeugung; Infografik ist für die Designerin ein spannendes Transportmittel, Menschen für Neues und Unbekanntes zu interessieren, ihnen einen neuen, überraschenden Zugang zu speziellen Themen zu ermöglichen. Für ihr preisgekröntes Magazin »Tod einer Königin – Warum sterben Bienen wie die Fliegen?« hat sie sich mit Imkern und Bienen beschäftigt; was als Semester-Projekt begann, hat Joana Kelén ziemlich schnell gepackt. Sie wollte es genau wissen – und hat einen Imkerkurs gemacht.

Drei Monate Arbeit, Faszination und Leidenschaft stecken in diesem Magazin über Bienen, das mittlerweile vom Kosmos Verlag vertrieben wird. Den roten Faden des Zugangs zu Wissen über Faszination und Neugier hat Joana Kelén auch in ihrer Masterarbeit weitergesponnen: Umweltverschmutzung durch Kunststoff hat sie in vielen Facetten dargestellt. Fotografie, Zeichnungen und Informationen fügt die Designerin zu detailreichen, visuellen Erklärstücken...

Friday, 10.03.2017

Werte schaffen mit Infografik

Daniel Braun, Designer und Art Director, ist seit langem in der Informationsgrafik zuhause.  Süddeutsche Zeitung, Berliner Zeitung, Wort und Bild Verlag gehören ebenso zu seinen beruflichen Stationen wie zahlreiche Auszeichnungen für seine Arbeit. Seine These, dass Design ein wesentlicher Faktor wirtschaftlichen Erfolgs ist, fordert einen veränderten Umgang mit der Thematik. Design Thinking sollte in allen Abteilungen von Unternehmen verankert sein; als Handlungsmaxime ebenso wie als messbare Größe für Auftreten und Unternehmenswerte – kurz: Als Selbstverständlichkeit unternehmerischen Handelns.

Mit Blick auf Rezipienten sollten Designer vor allem Empathie für den Nutzer und seine Wirklichkeit entwickeln, seine Sichtweise und Bedürfnisse verstehen, um gestalterische Prozesse auf den Menschen zu fokussieren. Das ist allerdings nur die erste Stufe eines Prozesses, der auch zum Ziel hat, interaktiv zu sein, Menschen mitzunehmen in neue...

Friday, 10.03.2017

Einer der einflussreichsten Infografiker ist Fernando Baptista; seine Bandbreite ist groß. Nach einem Kunststudium arbeitet er als Bildhauer, Grafiker, Maler, Illustrator, Filmemacher und Designer. Allesamt Bereiche visueller Kultur und künstlerische Ausdrucksformen, die Baptista inspirieren und beflügeln. Sie beeinflussen seine beeindruckenden Arbeiten aus dem Bereich der Informationsgrafik, mit denen er die Leser des renommierten Magazins National Geographic überrascht, fasziniert und fesselt.

Eine Geschichte über Wikinger und ihre Schiffe zerlegt er in unterschiedliche Ebenen des Storytelling: Skizzen und Aufrisse erläutern Proportionen und Funktionen der historischen Drachensegelboote, erklären Segelflächen und Geschwindigkeiten. Illustrationen beflügeln die Phantasie des Betrachters, schicken ihn mit den Schiffen auf eine Gedankenreise und lassen auch ahnen, welche Macht und Schrecken die Boote mit den Drachenköpfen in früheren Zeiten an europäischen Küsten brachten....

Friday, 10.03.2017

Infographic Changes ist INCH: zum zweiten Mal veranstaltet, in der Erkenntnis, dass im Editorial Design Informationsgrafik und -design eine immer wichtigere Rolle spielt. Komplexe Sachzusammenhänge und Fakten zu visualisieren, ist eine der anspruchvollsten Aufgaben überhaupt; ständig in Veränderung und Erneuerung, hat Michael Stoll als Kurator ein spannendes Programm mit insgesamt zehn hochkarätigen Designern der Szene zusammengestellt.

»Wir geben Antworten und zeigen Lösungen anstelle permanent zu fragen!« beschreibt Boris Kochan den Wechsel des Namens: »Quo Vadis Info Graphics« ist Geschichte, die INCH Conference setzt ebenso wichtige Akzente in der Branche wie ihre große Schwester, die EDCH. Die Bandbreite der Informationsgrafik fasziniert auch Kurator Michael Stoll. Die permanente Veränderung sieht er als Herausforderung für eine kluge Auseinandersetzung einerseits, aber auch Horizonterweiterung andererseits. Von illustrativer Infografik über Datenvisualisierung,...

Friday, 10.03.2017

Karl Lagerfeld und der Eisbär? Gesichter, mit schwarzer Abdeckung reduziert auf Augen? Auf der Suche nach einem passenden Titelbild für seinen Vortrag »Das Gesicht als Aufmerksamkeitsmaschine« startete Horst Moser kurzerhand eine Umfrage unter Freunden und Kollegen – passenderweise bei Facebook. Der Magazindesigner, der »mit Dürer groß wurde, dem ersten Künstler mit eigenem Logo, mit vielen Selbstbildnissen, mit Akribie und Gestaltung«, spannt einen weiten Bogen quer durch die Kunstgeschichte des menschlichen Porträts, um die Wirkmächtigkeit von Gesichtern zu erklären.

Der Blick in die Kamera, Augenkontakt mit Betrachtern, Körpersprache und hölzerne Posen: Lustvoll-boshaft demontiert Horst Moser in seinem Vortrag visuelle Klischees und fotografische Pannen. »Langweilige Leute in ausufernden Räumen, man findet die ja kaum in all dem Chaos«, lästert Moser, »alles furchtbar, alles gestellt, alles unecht.« Dabei sollte doch gerade das, was überzeugen soll, echt aussehen und wie...

Friday, 10.03.2017

Atlas, 2013 gegründet von Astrid Stavro, ist in Mallorca zuhause. Von Büros in Palma de Mallorca und New York aus gestaltet die Designerin mit ihrem Team Bücher, Identitäten von Firmen, Magazine, Poster, Ausstellungen und Verpackungen. Eine Bandbreite, die ihresgleichen sucht: Detailverliebt und poetisch, elegant und ästhetisch, reduziert auf klare Formensprache und Typografie, spielt Astrid Stavro mit Designelementen und Materialien. Ihre reichhaltige Erfahrung, die sie auch schon vor Gründung von Atlas mit ihrem eigenen Design-Studio gesammelt hat, trägt dazu bei, in jedem einzelnen ihrer Entwürfe eine unverwechselbare Designer-Handschrift zu erkennen.

In einem kleinen Team von sechs Designern beschäftigt sich Astrid Stavro mit dem re-Design nicht nur von Magazinen. Visuell aufregend, handwerklich exzellent, in punkto Design konzentriert auf Inhalt, überzeugend und zukunftsorientiert sind die Begrifflichkeiten, mit denen die Designerin ihre Philoosophie beschreibt. In...

Friday, 10.03.2017

Korea – das ist eine ganz besondere Geschichte für Boris Kochan, der vor einigen Jahren das Land besuchte und sich dort Hals über Kopf verliebte. In Korea, in seine Menschen und ihr ästhetisches Design. Mit Chang-Sik Kim, Sung-Hwan Jang, Nami Rhee, Sung-Taek Hong und Byung-in Kang sind einige der  renommiertesten Editorial Designer und Magazinmacher zu Gast auf der EDCH.

Nami Rhee ist Designer und Creative Director des 1995 gegründeten Studio Baf. Design ist für sie nicht nur eine spannende Möglichkeit, das Leben von Menschen zu verbessern, sondern auch eine ebenso spannende philosophische Herausforderung. Im übertragenen Sinne ist Design unterwegs auf verschiedenen Straßen, auf der Suche nach Harmonie und Kreuzungen. Gedacht als ein stetiger Prozess der Weiterentwicklung und Integration unterschiedlichster Strömungen und Aspekte, entwirft Nami Rhee keine lineare Struktur für ihre Modell. Stattdessen skizziert sie ein sich verbundenes amorphes Gebilde, in dessen dynamischem...

Friday, 10.03.2017

»De Stijl« kennt man als Designer selbstverständlich. Und trotz 100jährigem Jubiläum, trotz »das kennt man ja« liefert das De Stijl Magazin immer noch und immer wieder eine Fülle überraschender, unerwarteter Entdeckungen für Designer und Fans einer reduzierten Ästhetik, die als Vorläufer des Bauhauses gilt. Aber eigentlich, so Herbert Lechner, lassen sich diese beiden Stilrichtungen ob ihrer Eigenständigkeit nicht miteinander verbinden. Seine berühmten Vertreter Rietveld und Schröder – Schöpfer des Rietveld-Schröder-Hauses – beschreibt Lechner feinsinnig ironisch als geadelt: Das Modell des Hauses steht nicht nur im Museum, sondern ist mittlerweile als Lego-Bausatz erhältlich.

2017 ist ganz Holland im Design unterwegs: De Stijl feiert Geburtstag. Als Stilrichtung, die nicht auf eine einzige Kunstform beschränkt war, sondern ausdrücklich die Grenzen der Disziplinen verwischte, ist De Stijl eine Besonderheit. Jenseits der Hierarchien der Künste, jenseits der Trennung von...

Thursday, 09.03.2017

Seit vielen Jahren gibt Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Tagesspiegel, den täglichen Newsletter »Checkpoint« heraus. Morgens zwischen halb sechs und sechs veröffentlicht, widmet sich »Checkpoint« ironisch, leichtfüßig und informativ vorwiegend Themen aus dem Berliner Raum.
Im Interview mit Co-Kuratorin, Medienstrategin und Journalistin Kati Krause plaudert Maroldt über die Entwicklung des Newsletter von einer schlichten Newssammlung bis zu unterhaltsamen, eigenständigen Formaten.

Kurznachrichten und kleine Geschichten ergänzen sich mit Terminen, regionalen Themen und einer großen Meldung zu einer Art digitalem Miniatur-Magazin – das ist »Checkpoint«, vor zweieinhalb Jahren als Versuchsballon des Tagesspiegel gestartet. »Das war eigentlich der Versuch, den Leuten die Tür einzutreten, bevor sie überhaupt wissen, was los ist.« Lorenz Maroldt schmunzelt bei seiner launigen Beschreibung des Newsletters – für ihn ein eigentlich eher totes Format, das er mit neuem Leben...

Thursday, 09.03.2017

Wer entscheidet eigentlich, welche Fotografen zu welcher Veranstaltung, welchem Großereignis geschickt werden? Jemand, der das spannend und lebendig erzählen kann, ist Sean Gallup. Er arbeitet nach langjähriger Arbeit (u.a. für Reuters) seit 2004 für Getty Images Deutschland als Cheffotograf News. Mit seinem Team deckt er den ständigen Bedarf an neuen Nachrichtenbildern für internationale Medien ab. Von einer nachdenklichen Kanzlerin Angela Merkel über trauernde Menschen nach dem Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheid-Platz, vom farbig angestrahlten Brandenburger Tor bis zum Aufsehen erregenden Treffen der europäischen rechtspopulistischen Politiker – Sean Gallup präsentiert zahlreiche Bilder aus dem Getty-Fundus.

Ein vielfältiges Déjà-vu für die Besucher der EDCH: den meisten von ihnen – das zeigen die Reaktionen des Publikums – sind zahlreiche Getty-Motive aus Magazinen, Zeitungen, Nachrichtensendungen bekannt. Journalistisches Storytelling ist für Sean Gallup mehr...

Thursday, 09.03.2017

»Jeden Monat eine Überraschung« von Stack – das ist das Erfolgskonzept der Vertriebsplattform von Steven Watson, der mit handverlesenen Independent Magazinen seine Kunden immer wieder von Neuem begeistert und fasziniert. 2008 gestartet, hat sich Stack vom Geheimtipp zu einem erfolgreichen Weg entwickelt, auch kleineren Publikationen jenseits des Mainstream Bekanntheit und wirtschaftliche Sicherheit zu schaffen. Watson, der für Kunden wie FHM, Google und das World Economic Forum schreibt, Masterclasses in Editorial Design gibt (unter anderem für The Guardian) liebt Print.

»Technologie und Fortschritt sind nicht der Tod von Print und Publishing, ganz im Gegenteil!« ist das Credo, mit dem Steven Watson seine ungebrochene Begeisterung für Independent Magazine umschreibt. Sie lieben News, sind interessiert an aktuellen Entwicklungen – und liefern dennoch jenseits von »fake news« und »alternative facts« authentische Informationen, den »anderen«, besonderen und individuellen Blick...

Thursday, 09.03.2017

Andréas Lang beschreibt seine faszinierenden Bilder mit dem Begriff »Visuelle Archäologie«. Verschiedene Ebenen von Geschichte, Mythologie und Gegenwart korrespondieren mit zeitgenössischer Realität, kollidieren mitunter mit sozialen und ökonomischen oder auch ökologischen Realitäten. Mit seinen Reisebildern, allesamt sensibel beobachtete Langzeitprojekte aus Europa, dem Nahen Osten oder auch Zentralafrika erzählt der Fotograf Geschichten mit Widerhaken: Sie bleiben im visuellen Gedächtnis hängen, werfen Fragen auf, setzen mit Hilfe der Überlagerung unterschiedlicher Ebenen Bezüge zu aktuellen Entwicklungen vor Ort.

Neben der eigenen Fotografie ist Andréas Lang auch auf Reisen im übertragenen Sinne; in privaten Archiven recherchiert und erforscht er historisches Material. Das Prinzip Zufall beschert ihm dabei die ein oder andere Entdeckung: Ausgrabungen gleich, fördert Lang vergessene, übersehene Einblicke in Kolonialzeiten zutage, die seine eigenen visuellen Notizen zu...

Thursday, 09.03.2017

»We have two Peters in a row!« kündigt Co-Kurator Steven Watson den schwedischen Designer Peter Lundgren an. Er ist Editor und Gründer of T-post, einem Magazin, das seit 2006 gedruckt erscheint – auf einem T-Shirt. Eine ungewöhnliche Kombination aus Street Culture, spielerischer Kreativität und grafischer Gestaltung, die sich schnell zu einer respektierten Marke entwickelt hat, mit denen weltweit zahlreiche namhafte Partner zusammenarbeiten.

»Du siehst die Grafik, Du willst sie tragen – und dann fragen Dich die Leute, was das ist und worum es dabei geht.« Das T-Shirt-Magazin von Peter Lundgren ist direkte Kommunikation, die neugierig macht und Menschen auf diese Weise miteinander verbindet und ins Gespräch bringt. Eine Idee der Distribution, die anknüpft an Peter Bil'ak und eine seiner Thesen über die Funktionsweise von Design; ohne Beziehungen zwischen Menschen anzustoßen, die miteinander Erfahrungen, Ideen und Assoziationen teilen, funktioniert Design ebenso wenig wie...

Thursday, 09.03.2017

Am Anfang steht ein Bild – das eines Zeitschriftenladens, vor dessen Regalen Menschen in Magazinen blättern. Es steht stellvertretend für das, was Peter Bil'ak in seinem Vortrag beschreibt: »Rethinking Publishing«, eine Betrachtung über Magazindesign, das immer auch Spiegel seines historischen Kontextes war und Aufschluss liefert: Über gesellschaftliche und politische Veränderungen, über Transformation und Wandel von Beziehungen im öffentlichen Raum. Dazu gehört auch ein fundamental verändertes wirtschaftliches Umfeld von Publishing: Wegbrechende Werbeeinnahmen, digitale Transformation und neues, gänzlich anderes Nutzerverhalten.

Was für viele Menschen der Medienbranche seit Jahren Stolperstein und Problem ist, begreift Peter Bil'ak vor allem als spannende Herausforderung. Editorial Design in intelligenter Kombination mit Advertising und Content – nie zuvor gab es so viele inhaltliche Möglichkeiten. Und ebenso gab es noch nie so umfassende technische Optionen, über neue...

Thursday, 09.03.2017

»Es ist nicht Sinn und Zweck der Namensänderung gewesen, hübsche Wortspiele zu drechseln« frotzelt Boris Kochan zum Auftakt der Editorial Design Konferenz: aus QVED ist EDCH geworden. »Wir haben Fragen gestellt,« ergänzt er, »wir sind aber längst beim Ausrufezeichen angekommen.« EDCH steht für Editorial Changes: Mit intelligentem Editorial Design in kommunikativ anspruchsvollen Zeiten gelingt es, Akzente zu setzen – und mehr Antworten als Fragen zu liefern. In den letzten Jahren hat sich diese Konferenz mit Schwerpunkt Kommunikationsdesign zur größten ihrer Art gemausert und widmet sich – eingebunden in die Munich Creative Business Week – allen Aspekten modernen Editorial Designs.

Drei Tage volles Programm auf zwei ineinander verschachtelten Konferenzen: Ergänzt wird die EDCH durch die INCH. Kuratiert von Professor Michael Stoll/FH Augsburg präsentieren  zahlreiche renommierte Designer wie z.B. Fernando Baptista (stellvertretend für alle genannt) neue Entwicklungen und...

Thursday, 23.02.2017

At the MCBW press day at BWM Pavillon yesterday, Curator Horst Moser is speaking about the EDCH conference 2017's program and speakers line-up.

Monday, 20.02.2017

Over the next 10 years, the media landscape will undergo the most significant changes since 500 years. The political spectrum, from left- to right-wing, responds to the challenges by seeking comfort in nostalgia: back to the manageable structures. Only a few are capable of imagining the big picture for the future. The editorial conference EDCH (former “QVED”) aspires to cover the entire broad scope in its area of expertise. Unlike the 4 previous conferences, EDCH is no longer just about design. 2017 marks the starting point for an expansion of the range of topics – from form AND content to theory and practice. Art directors, infographic designers, typographers, photographers, and illustrators are joined by conceptioners, media researchers, editors, journalists, printers, and publishers from all over the world. More than 70 speakers will present their ideas and concepts, stage workshops, and exhibit spectacular works. EDCH and INCH (Infographic Changes) are Europe’s biggest...

Thursday, 26.01.2017

Coming soon....

Die Vorbereitungen für die nächste EDCH - Editorial Design Konferenz in München laufen auf Hochtouren!
 

 

Friday, 22.04.2016

Stay tuned:
der QVED 2016 - BLOG wird ständig ergänzt um Videos der vollen Vorträge und Keynotes der QVED 2016 – aufgezeichnet in der Alten Kongresshalle München vom 25.-27. Februar 2016.

Hier ist der Link zur gesamten Playlist QVED 2016 auf Youtube: Playlist

Mark Porter – Design aus Leidenschaft
Steve Watson – STACK
Ibrahim Nehme – THE OUTPOST
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